Es war im Sommer 2016 als ich nichts ahnend bei mir zuhause mit Freunden saß als plötzlich irgendwer (Name der Redaktion bekannt) auf die Idee kam „Jo die Nordlichter würde ich auch gerne mal sehen.“

Nordlichter? Kalt! Schnee! KALT! Also versuchte ich das Thema zu ignorieren und starrte Löcher in die Luft. Ich vernahm um mich herum „Jup das wäre schon toll!“ oder „Ich habe da so ein Video gesehen das sah super toll aus!“
Ihr kennt das – man versucht etwas zu ignorieren aber „andere“ bringen dich dazu etwas zu dazu zu sagen… Alle meine Einwände a ka „Sau Kalt“ „Euch ist ja schon beim Puntsch trinken bei +5°C kalt“  usw. wurden mit einer abwinkenden Hand für nichtig erklärt.
Und so kam was kommen musste…
Ich saß vor dem PC und suchte Flüge und ein Hotel.

Die Internet Recherche der anderen ergab das Tromsö, Norwegen der richtige Ort für diese Expedition war. Nun denn dachte ich mir – da kommst eh nicht mehr raus also was solls.

Als ich alles gefunden hatte was wir brauchten (dachte ich… mir war nicht bewusst das wir auch noch Kleidung kaufen gehen mussten) sagte ich zu meinen Peiningern „Also gut ich buchte das ABER nur unter einer Voraussetzung… dem/der ersten der sagt „Ui da ist es aber kalt“ oder sinngemäß das gleiche darf ich ohne Vorwarnung und ohne beleidigt sein danach eine „anschieben“…
Tja was soll ich sagen auch das nahmen sie auf sich.. es gab also kein Entkommen mehr für mich…

…und so flogen wir am Do. 26.01.2017 von Wien über Frankfurt und Oslo nach Tromsö die gleiche Stecke zurück flogen wir dann am Mo. 30.01.2017.
Also 4 Tage hatten wir Zeit. Gleich vorweg, zu meinem und dem Glück der anderen war es in den letzten 7 Jahren nicht mehr so warm in Tromsö wie in dieser Zeit. Wir hatten in dem gesamten Aufenthalt fast keine Minus Grade und im Durchschnitt um die +7°C. Was für ein Glück, trotzdem strengten sich die anderen an nicht zu erwähne das es etwas kühl ist 😉

Unser Hotel das Clarion Collection Hotel Aurora war spitze. Sauber, gutes Essen und nicht weit von der „Stadt Mitte“ entfernt. Von Wien aus Buchte ich eine „North Lights Chasing Tour“ (für 27.01.2017) und eine Hundeschlittenfahrt für 29.01.2017 bei der Firma Chasing Lights (www.chasinglights.com )

Eismeerkathedrale
Tromsö (Tromsø) liegt 344 km Luftlinie nördlich des Polarkreises. Die Stadt beheimatet nördlichste Kathedrale der Welt. Nach der Ankunft und dem einchecken im Hotel erkundigten wir mal die Stadt und auch der Hunger meldete sich. So sind wir in der Pizzaria „Peppes Pizza“ gelandet.
Tja das essen war gut auch wenn der Service der  Kellnerin etwas langsam ist. Doch die Überraschung folgte als die Rechnung kam. 4 Pizzen und 4 Cola sage und schreibe 128€ umgerechnet. Man merkte recht schnell das die Leute in Norwegen mehr verdienen als wir mittel Europär und wir erfuhren das es nicht üblich ist Trinkgeld zu geben.

Zwei Woche bevor wir ankamen hatte Tromsö noch kein Tageslicht (Polarnächte) – deswegen wurde es zwar hell aber nicht so wie man das bei uns gewohnt ist (siehe link). die nächsten 1 1/2 Tage schlenderten durch die Stadt kauften Souvenirs und genossen diese kleine Stadt.

Am 27.1.2017 war es dann soweit und wir hatten unsere Nordlicht Jagd Tour. Wir wurden vom Hotel mit einem Kleinbus abgeholt und fuhren los.
Wir hatten keine Ahnung wo es hingehen würde. Um es vorweg zu nehmen wir fuhren bis in das grenz land Norwegen/Schweden/Finnland. Die Tour dauerte insgesamt 10 Std. und wir waren gegen 5 Uhr wieder im Hotel.
Zur Tour selber bzw. besser gesagt zu den Nordlichtern selber muss man sagen das ich mir das anders vorgestellt habe. Die meisten der Polarlichter sieht man mit freiem Auge nicht. Genau gesagt hat man in den 10 Std. 3 mal die Möglichkeit das tanzende Licht am Himmel zu sehen. Den rest kann

man nur mit Fotoapparat entdecken (mit den richtigen Einstellungen – mind. 10 sec. belichten).
Alles in allem war die Nordlicht Tour ansich  super. Der Guide war nett und wir wurden mit heißer Schokolade und einer Fischsuppe verköstigt. Trotz meiner zweifel Vorort wurden auch unsere Fotos gut und somit fielen wir in ein Koma also wir zurück im Hotel waren.

Das nächste „große“ ding war die Schlittenhunde fahrt. Wir dachten das wir uns dort in den Schlitten setzten und geführt werden doch weit gefehlt.
Wir mussten selber fahren… nach einer kurzen „Einweisung“ wurden uns die Schlitten zugeteilt und los ging es.
Ob es Spass gemacht hat? Eher nicht, da der Schnee geschmolzen ist auf der Strecke, die Hunde aber trotzdem vollgas gaben – die kannten ja die Strecke – war es eher anstrengend als spaßig. Dazu kam das es dunkel wurde und wir keine Erfahrung haben mit so einem Schlitten. „Zum Bremsen auf dieses Metall steigen“ – Tja was aber machen wenn man mit beiden Beinen schon auf dem „Metall“ steht und mit dem ganzen Gewicht dagegen drückt der Hacken (Bremshacken) aber  sich nicht in das „Erdreich“ gräbt und es KEINE Bremswirkung für den schlitten gibt?
Die Hunde waren cool, das Ambiente auf dem Hof war nett aber die fahrt selber war weder nett noch spaßig. Die Guides hatten auch keine Zeit für jeden einzelnen da insg. 14 Schlitten (wenn ich mich recht erinnere) unterwegs waren.

Alles im allem war der Trip besser als ich mir gedacht habe. Die Stadt ist nett und für Touristen gibt es einiges zu sehen, die Nordlicht Tour war anders aber nicht schlechter als gedacht. Nur das Schlittenhundefahren war negativ wobei man aber festhalten muss das es wahrscheinlich bzw. ganz Sicher dem Wetter geschuldet das es nicht der „Burner“ war.

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Hotel:

Clarion Collection Hotel Aurora

Adresse:

Sjoegata 19-21Tromsø 9008, Norwegen

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